Verfasst von webmaster am Mi., 11/04/2009 - 17:31

von Tobias Engels

Die zum 01.01.2003 vollzogene Fusion des Allgemeinen Schützenvereins Bislich und der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Bislich, war für die Jungschützen beider Vereine nur der letzte offizielle Schritt einer Zusammenführung, die beim Nachwuchs schon längst Bestand hatte.
Zunächst gingen auch die Jungschützen der beiden Bislicher Schützenvereine lange Jahre eigene Wege. 1952 gründeten beide Vereine einen Jungschützenzug. Doch das 50-jährige Jubiläum 2002 wurde gemeinsam mit etlichen geladenen Gästen gefeiert. Darunter waren auch zahlreiche ehemalige Jungschützenführer. Anton van Nüß führte als Erster die Gruppe des Allgemeinen Schützenvereins, Antek Renners übernahm im selben Jahr in der Bruderschaft das Amt des Jungschützenführers. Nicht nur der Schießsport, auch die Teilnahme an vielen überörtlichen Veranstaltungen standen schon damals auf dem Programm des Nachwuchses. Es dauerte dann bis in die 90er Jahre, ehe man konsequent versuchte, die Kräfte zu bündeln. Immer mehr vereinsübergreifende Veranstaltungen und Aktivitäten wurden gemeinsam geplant und ausgeübt. Der Pokal des beliebten Jungschützen-Fußballturniers der Weseler Schützenvereine beispielsweise,  wurde nicht zuletzt deswegen so oft nach Bislich geholt, weil man mit Schützen aus beiden Vereinen zum sportlichen Wettkampf antrat. Natürlich ging man auch bei traditionellen Schützenveranstaltungen keine getrennten Wege. Außerdem wurden gemeinsame Feiern, Ausflüge oder ein Biwak in Angriff genommen. Die Vorstände beider Jungschützenzüge kooperierten immer mehr miteinander, zu Versammlungen wurde auch Mitglieder des jeweils anderen Vereins eingeladen. Als im Jahre 2000 in Bislich das erste gemeinsame Schützenfest gefeiert wurde, fühlten sich die Jung-schützen in ihren Ambitionen bestätigt. Miteinander statt gegeneinander hatte man sich schon seit längerem auf die Fahne geschrieben. Die Jungschützen der letzten Generationen sehen sich daher als Motor der Fusion. Denn im Geiste hatte die Zusammenführung bereits stattgefunden. Obwohl natürlich offiziell immer noch zwei unterschiedliche Gruppen existierten, sprach man im Grunde nur noch von den „Bislicher Jungschützen“. Ein Unterschied zwischen denen des Allgemeinen Schützenvereins und denen der St. Sebastianus Bruderschaft  wurde zuletzt kaum noch gemacht. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Schützengemeinschaft war getan. Die Verantwortlichen im Hauptvorstand nahmen sich schnell ein Beispiel an den Bemühungen des Nachwuchses und vollzogen letztendlich mit der Verschmelzung einen historischen und wegweisenden Schritt für das Bislicher Schützenwesen.
Folgerichtig vereinigten sich pünktlich zum Jahrewechsel auch die Jungschützen. Der neue Vorstand der Schützengemeinschaft setzt sich paritätisch aus ehemaligen Mitgliedern des Allgemeines Schützenvereins und der Bruderschaft zusammen. Einige haben bereits zuvor einschlägige Erfahrungen in der Vorstandsarbeit sammeln können, aber auch jüngere Mitglieder haben Verantwortung übernommen und bringen frischen Wind in die Gruppe.

Der aktuelle Vorstand besteht aus:

Von links nach rechts:
Martin Tepaß, Tobias Wissing, Volker Lamers, Matthias Bruckwilder, Simon Boland, Ingo Lamers, Patrick Lamers, Daniel Bensberg.
Nicht auf dem Foto ist der Geschäftsführer Tobias Engels.
Zusammen mit den übrigen Mitgliedern wird versucht, weiterhin die Dorfjugend ans Schützenwesen heranzuführen. Doch nicht nur traditionelle Begriffe wie „Glaube – Sitte – Heimat“ sollen mit den Jungschützen in Verbindung gebracht werden. Jungschützen muß man sich nicht immer zwangsläufig in einer grünen Uniform vorstellen. Die lebhafte Gemeinschaft organisiert jährlich eine große Disco zu Beginn des Schützenfestes, ist immer mit einem ideenreichen Themenwagen auf dem Bislicher Rosenmontagszug vertreten, kommt auf einer Weihnachtsfeier zusammen, veranstaltet dieses Jahr erstmalig ein Vatertags-Biwak, besucht gemeinsam diverse Veranstaltungen und organisiert immer wieder Fahrten und Unternehmungen für die jüngsten Mitgliedern. So gehören Besuche von Cart-Bahnen, Schwimmbädern oder Center Parcs zum Jahresprogramm.

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